Frankfurt und Berlin – Zu Besuch im Bereich der Kommunikation

Kleine Inseln in Berlin zeigen die Entwicklung der Kommunikation.

Kommunikation – da fällt mir vieles und nichts ein. Die beiden Museen für Kommunikation in Berlin und in Frankfurt waren sehr unterschiedlich, vermittelten aber ein gutes Gefühl von der Entwicklung, Veränderung und dem Verständnis von Kommunikation.

Zuerst besuchte ich das Museum für Kommunikation in Berlin.  Gestartet wurde im Untergeschoss, in der „Schatzkammer“. Ich mochte die Anordnung, in etwas dunkler Atomsphäre kleine Schatzkästen aufzustellen und die Geschichte zum Objekt zu erklären, teilweise auch mit Ton.

Besonders spannend waren die „Meilensteine der Kommunikation“ – wir wurden in farblich sich unterscheidenden Bereichen Dinge wie die Keilschrift, der Buchdruck mit beweglichen Lettern, ein Funkgerät aber auch Smartphones und PCs. Die Vitrinen unterschieden sich dabei farblich und machten auch dadurch die Entwicklung und Veränderung deutlich. Sobald es überlieferte Ton- und Bildaufnahmen gab, wurden auch diese integriert. Am Ende wurde auf einer Art Twitter-Wall die Anzahl der weltweit abgesetzten Tweets angezeigt. Ein Ausschnitt wurde dabei textlich gezeigt, die übrigen in Form leuchtender kleiner Elemente auf dem Bildschirm (der eine Weltkarte zeigte).

In Berlin ist die Entwicklung chronologisch dargestellt.

Es wurde unterbrochen von z.B. einer Schau mit Telefonen oder Computern. Auch die Übermittlung von Kommunikation wurde thematisiert – neben einer funktionierenden Rohrpostanlage konnten Besucherinnen und Besucher sich selbst im Morsen üben und eine Postkutsche in ihren Einzelteilen bestaunen.  Die Reihenfolge war dabei chronologisch – ein Unterschied zu Frankfurt.

Dort ließ sich in der Dauerausstellung eine thematische Anordnung feststellen.  Wie kleine Inseln standen die Bereiche im Raum und man konnte sich von Bereich zu Bereich hangeln. Es wurden Fragen aufgeworfen, wie etwa nach der Überwachung durch das Sammeln von Daten, Entwicklungen aufgezeigt und Zusammenhänge erklärt.

An einer anderen Station wurde gezeigt, wie die Reise eines Briefs im 19. Jahrhundert aussah und wie lange sie dauerte. Besucherinnen und Besucher konnten sowohl in Berlin als auch in Frankfurt an vielen Stationen selbst aktiv werden. Hier etwas auf dem Handy tippen, dort abstimmen. Zudem gab es zu bestimmten Uhrzeiten Vorführungen bestimmter Geräte – als wir dort waren, gab es die Möglichkeit, einer Sortiermaschine für Briefe bei der Arbeit zuzusehen.

Auch gefiel mir der oft kindgerechte Zugang. Es gab immer wieder etwas zum Ausprobieren, um die theoretischen Vorgänge zu erklären – und das eben auch für jüngere Besucherinnen und Besucher.

Zwei ganz unterschiedliche Herangehensweisen, die es erlauben, sich auf ganz unterschiedliche Art mit der Entwicklung und Veränderung von Kommunikation zu beschäftigen. Mir hat es gut gefallen.

 

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