Goethe in der Bundeskunsthalle

Bereich der Ausstellung "Goethe. Verwandlung der Welt" in der Bundeskunsthalle.
Die Ausstellung „Goethe. Verwandlung der Welt“ in der Bundeskunsthalle

Die Ausstellung „Goethe – Verwandlung der Welt“ in der Bundeskunsthalle (gemeinsam mit der Klassik Stiftung Weimar) beschäftigt sich mit Themen, die den Dichter selbst beeinflussten und umgekehrt mit seinem Einfluss bis heute.

Direkt im Eingangsbereich kann man einen kleinen Blick in die unterschiedlich farblich gestalteten Bereiche werfen und einen ersten Eindruck gewinnen. In der Mitte steht gut sichtbar eine Art Kutsche.

Es beginnt zunächst mit der Kinder- und Jugendzeit in Frankfurt. Aber dabei steht weniger das Leben selbst, sondern die Einflüsse auf die Werke Goethes im Fokus. Und deren Rezeption. Wie wird das Leben Goethes in der Kunst verarbeitet? Und wie verarbeitete er selbst die in den ersten Jahren gesammelten Erfahrungen und Erlebnisse in seiner Literatur?

Bereich der Ausstellung "Goethe. Verwandlung der Welt" in der Bundeskunsthalle.
Bereich der Ausstellung „Goethe. Verwandlung der Welt“ in der Bundeskunsthalle.

Das gilt auch für die folgenden Abschnitte. Weniger seine Lebensstationen wie der Aufenthalt in Wetzlar spielen eine Rolle, als vielmehr, welche Eindrücke er mitnahm. Was findet in „Die Leiden des jungen Werthers“ Eingang? Außerdem wird der Erfolg des Werks auch unter Zeitgenossen gezeigt. Aber auch der bis heute bleibende Eindruck wird thematisiert.

Im nächsten Abschnitt steht weniger die Italienreise selbst, sondern das Bild, das Goethe damit für lange Zeit prägt, im Fokus. Und so zeigen auch zahlreiche Plakate von unterschiedlichen Aufführungen des „Faust“, welch breite Rezeption und Interpretation das Werk erfahren hat. Und auch der Umgang mit seinem Wohnhaus in Weimar nach dem Tod des Dichters wird thematisiert.

Es sind zahlreiche Gemäde, einige Objekte und auch verschiedene Filmausschnitte in der Ausstellung zu sehen. Es werden Kunstinstallationen gezeigt und auch ausgewählte Zitate aus dem Bereich der Rezeption. So entstand eine in sich durchaus logische Ausstellung, wie ich finde.

Etwas schwierig war es, einen sinnvollen Weg durch die Ausstellung zu finden. Es wurde an einigen Stellen nicht ganz klar, auf welchem Rundgang die Ausstellung erschlossen werden sollte. Auch hätte ich die eine oder andere Information zusätzlich durchaus hilfreich gefunden, da mir vieles nicht unbedingt bekannt war, es aber nicht selten lediglich kleine Objektschilder mit einem kurzen Herkunfs- bzw. Eigentumsnachweis gab.

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